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thick strokes moving für Orchester (2001)

 

Orchesterbesetzung:

3(2.auch Altfl, 3.auch Picc) 3 3(3.auch Bkl) 3(3.=Kfg) - 4 3 3 1 - Pk, Schl(3), Str

 

Dauer: 15 min

 

UA 22.06.2002, Schlosspark Benrath, Düsseldorf

Sinfonieorchester der Robert-Schumann Hochschule, Ltg.: Mark-Andreas Schlingensiepen

 

Klangbeispiel:

 

 

Werkkommentar:

 

„thick strokes moving, one after another, beneath the surface“ – ein Halbsatz aus dem Buch „The Waves“ (Die Wellen) von Virginia Woolf. Ursprünglich sollte mein Stück so heißen, ich entschied mich aber für die markante – wenn auch enigmatische – Kurzfassung.

Eigentlich sollte man nicht jedem Musikstück seitenweise Kommentar vorausschicken, nur weil manche Leute wissen wollen, was sich der Komponist so gedacht hat dabei. Eigentlich braucht man auch keine Titel. Schon gar keine solchen, die sich selbst schon als Text – womöglich als literarischer – ausbreiten. Zum Denken kommt man als Komponist sowieso erst hinterher, wenn man sich Titel und Kommentar ausdenken muß: „stroke“ bedeutet Schlag oder Stoß, hier im Sinne eines Kraftstoßes, der im Wasser eine Welle erzeugt. Um schwere, sich bewegende Wellen geht es hier also. Sie durchziehen das ganze Stück, im kleinen wie im großen, in Gestalt eines unablässig wiederholten „Wellenmotivs“ wie in Form von wellenartig aufeinander folgenden Massen.

Anno Schreier, 2002